Letzte Ausschüttung von insgesamt 75 Millionen Dollar.
Nach Berichten über eine drastische Reduktion seiner philanthropischen und politischen Zuwendungen im Juli hat die Stiftung von Ronald Lauder nun auch die Abwicklung ihrer Aktivitäten bei der jüdischen Bildung in Europa bekannt gegeben.
Die Ronald S. Lauder Foundation hat seit 1987 Hunderte Millionen Dollar für die Gründung und Förderung jüdischer Schulen in ganz Europa aufgewendet. Nun hat die Stiftung eine letzte Zuwendung in Höhe von 75 Millionen Dollar an Institutionen in sieben Städten bis ins kommende Jahr angekündigt.
Lauder hatte im Gespräch mit «eJewishPhilanthropy» (EJP) im Juli die Hoffnung geäussert, dass die von seiner Stiftung ins Leben gerufenen und massgeblich geförderten Schulen eigenständig und durch Beiträge von Eltern und Philanthropen aus den jeweiligen Gemeinschaften finanziert werden könnten.
Konkret stellt die Stiftung die Finanzierung von Programmen in Athen, Berlin, Prag, Rom, Wien, Budapest und Sofia ein und übergibt die Verantwortung für die Schulen an die jeweiligen lokalen Gemeinschaften. Von der Zuwendung sind 40 Millionen Dollar für neue Schulgebäude vorgesehen; der Rest soll den laufenden Betrieb bis 2028 sichern sowie zusätzliche Mittel für die Vorbereitung der Gemeinschaften auf den Übergang bereitstellen.
Die Stiftung soll laut einer Pressemitteilung weiterhin aktiv bleiben, hat dazu aber noch keine Informationen bekannt gegeben. Lauder ist seit 2024 in den USA bei der jüdischen Bildung aktiv, insbesondere durch die «Lauder Impact Initiative». Dieses zielt darauf ab, den langjährigen Rückgang der Schülerzahlen an nicht-orthodoxen jüdischen Tagesschulen umzukehren. Gegenüber eJP rief Lauder zudem Philanthropen dazu auf, eine Milliarde Dollar für die Öffentlichkeitsarbeit Israels im Ausland bereitzustellen (Link).