Meldung über Bedingungen an Operationen auf iranischem Gebiet.
Laut einem Bericht der «Welt» hat ein hochrangiger Vertreter der kurdischen Opposition im Iran mögliche Operationen gegen die Islamische Republik an die Etablierung einer Flugverbotszone über kurdischen Gebieten im Westen des Iran geknüpft. Dies sei notwendig, «damit die Islamische Republik nicht aus der Luft angreifen und ihre militärische Überlegenheit ausnutzen kann», so Reza Kaabi, Generalsekretär der Komala-Organisation mit Sitz in der Autonomen Region Kurdistan im Irak. Die Partei unterhält eigene Peschmerga-Einheiten und gehört zu den kurdischen Gruppen, die im Falle einer Eskalation Bodentruppen stellen könnten.
Laut Kaabi komme es nun «zuerst auf die Politik von Präsident Trump und dann erst die Kurden selbst» an. Direkte Gespräche mit der Trump-Administration habe es noch keine gegeben, aber die Forderung nach einer Flugverbotszone als Bedingung sei «übermittelt» worden. Kaabi hält zudem vor einem ernsthaften Vorgehen kurdischer-Exil-Gruppen gegen den Iran eine engere Kooperation der diversen Exil-Gruppen notwendig
Die Komala-Partei im Irak ist Teil eines neuen Bündnisses der Opposition-Gruppen und unterhält laut Kaabi drei Lager mit rund tausend Kämpfern.
Seit einigen Tagen zirkulieren Meldungen über eine unmittelbar bevorstehende oder schon angelaufene Invasion kurdisch-iranischer Kämpfer in ihre Heimatgebiete mit amerikanischer Hilfe. Trump hatte Donnerstag erklärt, es wäre «wunderbar», wenn dies geschähe. Am Samstag ruderte er zurück: «Ich will nicht, dass die Kurden nach Iran gehen.» Dies könnte auf Warnungen der Türkei vor derartigen Operationen zurück gehen, die angesichts der eigenen, grossen Kurdenminderheit einen regionalen Bürgerkrieg fürchtet und entsprechend in Washington interveniert hat.
Gleichzeit hat Iran die Kurdenregion im Irak mit Drohnen angegriffen. Dabei scheint es sich jedoch um «Warnschüsse» zu handeln (Link).