Zunehmend deutlich Attacken des legendären Partei-Strategen aus Texas.
Er hat mit aggressiven Wahl-Kampagnen wesentlich zum Aufstieg von George W. Bush zum Gouverneur von Texas und dann zum US-Präsidenten beigetragen. Doch nun kann der republikanische Stratege Karl Rove seine eigene Partei kaum mehr wieder erkennen. Rove erklärte am Wochenende auf dem «Texas Tribune Festival», die Republikaner würden «von Nazis unterwandert». Zudem spiesste er die moralischen Verfehlungen des von Trump unterstützten Senatskandidaten Ken Paxton auf.
Paxton liegt in der rechten Hochburg überraschend gegen den demokratischen Abgeordneten James Talarico zurück. Rove machte klar, dass Insider entsprechende Umfragen als zutreffend betrachten. Der Senator Ted Cruz habe sich bei ihm gemeldet und gesagt: «`Wir verlieren´». Und Ken Paxton habe ihm mehrere E-Mails geschickt mit dem Inhalt: «Ich verliere, ich brauche deine Hilfe». Rove zufolge hat Paxton trotz einer Finanzspritze von mehr als 100 Millionen Dollar durch den konservativen «Senate Leadership Fund» in Washington Schwierigkeiten, Unterstützung zu mobilisieren. Grund dafür sei die lange Liste vergangener Skandale des texanischen Generalstaatsanwalts, darunter eine hässliche öffentliche Scheidung, zahlreiche Liebschaften und eine Bestechungsaffäre, in der ihn seine eigenen Mitarbeiter beim FBI anzeigten.
Rove kündigte zudem an, bei der Wahl zum Amt des für die Regulierung des wichtigen Energie-Sektors zuständigen «Texas Railroad Commissioner» für den jüdischen Demokraten Jon Rosenthal zu stimmen – und nicht für seinen Parteikollegen Bo French, den er als «Fanatiker» und Hasser bezeichnete: «Meine Partei wird von Leuten wie Bo French unterwandert», der öffentlich mit dem selbsterklärten Hitler-Fan und Holocaust-Leugner Nick Fuentes aufgetreten sei. Dieser sei ein Nazi (Link).
French ist immer wieder durch antisemitische, aber auchAusfälle gegen Muslime und jüngst Studierende aus Südostasien aufgefallen (Link).