New York – Bildung 22. Sep 2022

Jewish Queer Youth kontert Yeshiva University

Campus der Yeshiva University in Washington Heights.

Die Organisation will Studentengruppen finanziell unterstützen, die von einem Edikt der modern-orthodoxen Lehranstalt betroffen sind.

Die Kontroverse um die Zulassung der von LGBTQ-Studierenden gegründeten «YU Pride Alliance» als offizielle Studentenorganisation an der Yeshiva University (YU) hält an. Nun hat die von aus ihren Gemeinschaften ausgeschiedenen Orthodoxen gegründete «Jewish Queer Youth» eine Spendenaktion für rund 130 Studentenclubs angekündigt, die von einem neuen Bann ihrer Aktivitäten betroffen sind. «Jewish Queer Youth» will den Clubs jeweils 500 Dollar zur Verfügung stellen. 

Die YU hatte jüngst eine Niederlage am US-Verfassungsgericht erlebt und wurde zu der offiziellen Zulassung der «YU Pride Alliance» verurteilt. Der Supreme Court hat den Fall zurück an Gerichte in New York verwiesen. Erst nach der Ausschöpfung sämtlicher Instanzen dort könnten beide Seiten erneut das Verfassungsgericht anrufen. 

Die YU reagierte radikal und hat die Aktivitäten sämtlicher Studenten-Clubs an der Uni mit sofortiger Wirkung eingefroren. Amerikanische Universitäten unterstützen gemeinhin die Gründung und Betreibung von Studenten-Organisationen zur Pflege bestimmter Interessen mit finanziellen Hilfen oder die Bereitstellung von Räumen. Damit sollen Studierende Anschluss finden und Gemeinschaftssinn erwerben (Link).

Hintergrund ist eine seit 2009 laufende Auseinandersetzung um die Gründung eines Clubs von und für LGBTQ-Studierende an YU (Link).

Andreas Mink