Finanzermittlungen auch gegen Tochter Caroline
Der frühere französische Kulturminister Jack Lang ist als Präsident des Institut du monde arabe (IMA) zurückgetreten. Das Aussenministerium bestätigte am Samstag den Abgang; Aussenminister Jean-Noël Barrot erklärte, man leite nun das Verfahren für eine interimistische Präsidentschaft ein.
Auslöser ist die jüngste Veröffentlichung umfangreicher US-Justizunterlagen im Kontext der Epstein-Affäre (publiziert am 30. Januar 2026), in denen Langs Name hunderte Male auftauchen soll. Lang weist Vorwürfe zurück und spricht von «unbegründeten» Anschuldigungen.
Parallel hat der Parquet national financier (PNF) eine Vorermittlung wegen «blanchiment de fraude fiscale aggravée» (Geldwäsche im Zusammenhang mit schwerer Steuerhinterziehung) gegen Jack Lang und seine Tochter Caroline Lang eröffnet. Reuters berichtet von dokumentierten Korrespondenzen und finanziellen Verbindungen aus den Jahren 2012 bis 2019.
Auch Caroline Lang gerät dadurch unter Druck: Sie trat Anfang Woche als Präsidentin eines französischen Produzentenverbands (SPI) zurück, nachdem ihr Name ebenfalls in den Unterlagen auftauchte.