New York 05. Jul 2026

Israeldebatte statt Hochzeit

Taylor Swift (links) und Adam Sandler (rechts).

Adam Sandler als Trauredner entfacht Debatte über Taylor Swifts Israel-Haltung.

Die Hochzeit von Popstar Taylor Swift und NFL-Star Travis Kelce sorgt über den Prominentenfaktor hinaus für politische Diskussionen. Nachdem bekannt wurde, dass der jüdische Schauspieler Adam Sandler die Trauung leitete, werteten manche Nutzer in sozialen Medien dies als Hinweis auf eine angeblich israelfreundliche Haltung der Sängerin. Andere kritisierten diese Schlussfolgerung als unbegründet. 

Auslöser der Debatte ist Sandlers öffentliche Verbundenheit mit Israel und dem Judentum. Der Schauspieler, der in der Komödie «You Don't Mess with the Zohan» einen israelischen Geheimagenten spielte und sich wiederholt gegen Antisemitismus äusserte, gilt als prominente jüdische Stimme in Hollywood. Dass ausgerechnet er die Trauung des Paares vollzog, wurde von einigen pro-palästinensischen Aktivisten als politisches Signal interpretiert. 

Konkrete Aussagen Swifts zu Israel oder zum Gaza-Krieg gibt es jedoch weiterhin kaum. Die Sängerin hat sich öffentlich weder eindeutig auf die Seite Israels noch der Palästinenser gestellt. Nach Einschätzung der Jewish Telegraphic Agency zeigt die heftige Reaktion vielmehr, wie stark selbst private Entscheidungen prominenter Persönlichkeiten inzwischen auf ihre vermeintliche politische Bedeutung hin interpretiert werden. 

Die Hochzeit selbst fand am 3. Juli im Madison Square Garden statt. Rund 1000 Gäste nahmen an der Feier teil. Sandler gilt seit Jahren als Freund des Paares; zu Kelce pflegt er seit dessen Gastauftritt in «Happy Gilmore 2» engen Kontakt, während Swift und ihre Familie ihn ebenfalls seit Längerem kennen. 

Redaktion