Wahlhelfer von Mamdani als Urheber antisemitischer Posts entlarvt.
Im Vorjahr wurde der linke Aktivist Kaif Gilani als einer der Organisatoren von «Hot Girls for Zohran» bekannt. Die Freiwilligen warben mit Veranstaltungen und Werbeartikeln für Zohran Mamdani als Bürgermeister von New York City und fanden bei Jüngeren und den Medien starke Aufmerksamkeit. Gilani ist beruflich für die Bank Citi Group tätig, konnte seine Bekanntheit aber anschliessend für einen Beratungsauftrag über angeblich 15.000 Dollar verwerten und erstellte die Website für die Bewerbung von Brad Lander um ein Kongress-Mandat für New York. Lander war Stadtkämmerer und zunächst Konkurrent, dann Verbündeter Mamdanis im Bürgermeisterwahlkampf.
Wie zuerst vom «Jewish Insider» enthüllt, hat Gilani zudem auf privaten Social-Media-Konten unter Pseudonymen Verschwörungstheorien über Israel, Unterstützung für die Hamas und frauenfeindliche Propaganda verbreitet. Lander brach auf die Enthüllungen hin umgehend die Verbindung zu Gilani ab und erklärte, er habe von den Beiträgen nichts gewusst und sei «zutiefst beunruhigt». Die Citi Group untersucht die Affäre und betont, man «toleriere keinerlei Form von Antisemitismus und Hassverbrechen.» Sprecher Mamdanis und er selbst haben jedoch anhin keine Stellung zu den Äusserungen bezogen.
Dieser hat als «chunky fila» mit rund 60.000 Follower zu aktuellen Nachrichten und zum Gaza-Krieg gepostet und dabei laut der «New York Times» die auf der Linken geläufigen, pro-palästinensische Ansichten mit antisemitischen Verschwörungstheorien aufgeladen und etwa diesen Post verbreitet: «AIPAC hat die Sitze von etwa 90 % oder mehr unseres aktuellen Kongresses gekauft». Und «bekanntlich wollte JFK sie kurz vor seiner Ermordung als ausländische Agenten registrieren lassen.» Zudem sei «Israel offensichtlich der staatliche Förderer von Jeffrey Epstein» gewesen und der Mossad habe «mindestens einen Tag vor den Anschlägen am 11. September» über die Pläne dazu gewusst.
Israel sei ein «rassistischer Suprematistenstaat» und der Hamas-Führer Yahya Sinwar habe recht getan, die Terror-Anschläge auf Israel am 7. Oktober 2023 zu organisieren. Gilani zitierte Sinwars Ausspruch: «Erwartet die Welt von uns, dass wir uns als brave Opfer benehmen, während wir getötet werden?» Daneben attackierte Gilani rundweg Ordnungshüter in den USA: «Alle Polizisten kommen in die Hölle… Es gibt keine guten Polizisten» und er wünschte Joe Biden als «Pädophilen mit Demenz» den Tod.
Die Kritik lässt Gilani unbeeindruckt: «Die Angriffe … wurzeln in Islamophobie; nicht-muslimische Freunde und Mitstreiter, die den Völkermord kritisieren, wurden für dieselben Ansichten nicht mit Hetzartikeln bedroht. Andere Linke und pro-palästinensische Persönlichkeiten attackierten derweil den «Jewish Insider» und drohten anscheinend dem Autor des Artikels, Will Bredderman, mit Mord.
Die «Hot Girls» Mitbegründerin Cait Camelia verteidigt Gilani. Die inzwischen «Hot Girls Organize» benannte Gruppe werde weiterhin auch gegen AIPAC aktiv sein. Und Gilani werde «sich nicht zurückziehen. Er wird sich noch stärker engagieren, wenn wir im Juni in New York City gegen alle von AIPAC unterstützten Kandidaten antreten» (Link).