Raketenbeschuss aus dem Libanon, Israel reagiert mit Luftangriffen.
Die libanesische Schiitenmiliz Hisbollah ist offiziell in den Krieg eingetreten und hat am frühen Morgen mehrere Raketen auf Nordisrael abgefeuert. Die israelische Armee bestätigte Einschläge im Grenzgebiet sowie in der Umgebung von Kiryat Shmona und sprach von einem „koordinierten Angriff“. Sirenen heulten in weiten Teilen Galiläas, die Bevölkerung wurde in Schutzräume beordert.
Die Hisbollah erklärte, man handle „aus Solidarität mit dem iranischen Volk“ und als Reaktion auf die israelisch-amerikanischen Angriffe gegen Ziele im Iran. In einer Stellungnahme sprach die Organisation von einer „neuen Phase der Konfrontation“.
Israels Militär reagierte nach eigenen Angaben mit Luftangriffen auf Hisbollah-Stellungen im Südlibanon. Kampfjets hätten Raketenabschussrampen, Waffenlager und Infrastruktur der Miliz getroffen. Verteidigungsminister und Armeesprecher warnten Beirut, der Libanon trage Verantwortung für Angriffe von seinem Staatsgebiet aus.
Beobachter werten den Eintritt der Hisbollah als gefährliche Ausweitung des Konflikts. Bereits seit Beginn der Spannungen zwischen Israel und Iran war es entlang der israelisch-libanesischen Grenze zu vereinzelten Gefechten gekommen. Nun droht eine zweite Front im Norden Israels.
Die libanesische Regierung äußerte sich zunächst zurückhaltend. Internationale Vermittler, darunter Vertreter der Vereinten Nationen, riefen zur sofortigen Deeskalation auf. Die Sorge wächst, dass sich der regionale Konflikt weiter ausbreiten und auch Syrien oder andere Akteure in Mitleidenschaft ziehen könnte.
Angaben zu Opfern lagen zunächst nicht vor. Die Lage gilt als hochdynamisch.