New York 08. Mär 2026

Es lebe die Konspiration

Eine Person trägt ein T-Shirt mit Bildern des US-Präsidenten Donald Trump und des israelischen Ministerpräsidenten Binyamin Netanyahu während einer Demonstration in New York gegen den Krieg im Iran…

Krieg gegen Iran belebt alte antisemitische Narrative über jüdischen Einfluss.

Mit dem gemeinsamen militärischen Vorgehen der USA und Israels gegen Iran erleben in den Vereinigten Staaten alte Verschwörungsnarrative über angeblichen jüdischen oder israelischen Einfluss auf die US-Politik eine neue Konjunktur. 

Demnach kursieren vor allem in sozialen Medien und politischen Randmilieus erneut Behauptungen, Israel oder jüdische Netzwerke hätten Washington in den Krieg gedrängt – ein Muster, das bereits während des Irakkriegs Anfang der 2000er Jahre verbreitet war. 

Laut einer Untersuchung des Institute for Strategic Dialogue (ISD) verbreiteten entsprechende Accounts antisemitische Stereotype über eine angeblich verdeckte israelische Einflussnahme auf amerikanische Militärentscheidungen. Gleichzeitig wird die Rhetorik von Beobachtern als Teil einer länger bestehenden Tradition antisemitischer Verschwörungsbilder eingeordnet, in denen Juden als übermächtige politische Akteure dargestellt werden. 

Politische Kontroversen in den USA, in denen einzelne Kommentatoren Israel oder jüdische Gruppen für die Eskalation verantwortlich machen und damit laut Experten die Gefahr eines antisemitischen Backlash verstärken, nehmen zu. 

Der aktuelle Konflikt verschärft nicht nur geopolitische Spannungen, sondern reaktiviert auch alte ideologische Muster – ein Umstand, der Beobachter angesichts wachsender Polarisierung besonders alarmiert. 

Redaktion