Zuversichtliche Töne des 84-jährigen demokratischen Sozialisten.
Zum Jubiläums-Wochenende der USA konnte auch Bernie Sanders nicht schweigen. Der Senator aus Vermont feiert die Erfolge demokratischer Sozialisten innerhalb der Demokratischen Partei bei den laufenden Vorentscheidungen für die Zwischenwahlen im November und sieht das Land nun endlich «an der Schwelle zu jener politischen Revolution, für die wir so lange gekämpft haben.»
Sanders publizierte eine ausführliche Videobotschaft auf sozialen Medien (Link) und resümiert: «Ich sehe einen enormen Zulauf bei unseren Kundgebungen gegen die Oligarchie und unseren Veranstaltungen unter dem Motto `No Kings´ – Millionen von Menschen im ganzen Land nehmen daran teil.» Neben den jüngsten Wahlsiegen demokratischer Sozialisten auch jenseits ihrer Hochburg New York City wie dem überraschend starken Abschneiden der 29-Jährigen Melat Kiros in Denver, Colorado, gegen eine seit 30 Jahren Amtszeiten amtierende Politikerin greift Sanders «die Lancierung einer Initiative zur Besteuerung von Milliardären in Kalifornien, die im November zur Abstimmung kommen wird» auf: «aber ich sehe im ganzen Land Kampagnen zur Organisierung von Arbeitnehmern entstehen, die auch Erfolg haben.» Zudem habe die öffentliche Unterstützung für Gewerkschaften einen historischen Höchststand erreicht.
Diese Ereignisse gäben ihm Hoffnung, «dass die Menschen im ganzen Land verstehen: Angesichts der gefährlichen und beispiellosen Lage, in der wir uns befinden, müssen wir die Demokratische Partei neu denken, neu aufbauen und grundlegend reformieren. Wir brauchen eine Partei, die nicht bloss in Opposition zu Trump und seiner katastrophalen Politik steht.» Darüber hinaus müssten Progressive in die Zukunft schauen und ihr radikales Programm durchsetzen (Link). Dieses sieht bekanntlich nicht zuletzt einen Bruch der Allianz mit Israel vor.