Israel 02. Sep 2026

Ben-Gvir lanciert Video mit ausgehungerten Palästinensern

Itamar Ben-Gvir macht sich mit einem makabren Video über hungernde Palästinenser lustig. 

KI-generierter Wahlkampf-Clip wird rasch wieder zurück gezogen, wiederholt bekanntes Muster.  

Itamar Ben-Gvir hat im israelischen Wahlkampf ein KI-generiertes Video lanciert, das dicke Palästinenser in orange-farbenen Sträflingsanzügen auf einem Förderband hinein in eine Gefängnis- oder KZ-artige Anstalt zeigt. Über ihren Köpfen sind Denkblasen mit Speisen, einer Wasserpfeife und einem Doktoranden-Hut zu sehen. Diese Träume sind geplatzt, als die Maschinerie die Palästinenser am anderen Ende dünn, verstört und weinend wieder ausspuckt.

Der umgekehrte Jungbrunnen kommt zeitgleich mit Rufen des rechtsnationalen Sicherheitsministers nach einer Verschärfung der ohnehin harten Haftbedingungen für Palästinenser in israelischen Gefängnissen. Ben-Gvir hat sich zudem für die Todesstrafe für Palästinenser ausgesprochen und auf Social Media Aufnahmen eine Exekutions-Vorrichtung geteilt: «auch der Todestrakt und die Galgenanlage nehmen Gestalt an.» Im Mai hatte die Torte zu seinem 50. Geburtstag anscheinend eine Schlinge und die Worte «Manchmal werden Träume wahr» getragen. Zuletzt hatte er zudem «jede Nacht Tötungen von 30 oder 40 Palästinensern» und die Zwangsumsiedlung der gesamten Bevölkerung im Gazastreifen gefordert (Link).

Das Fliessband-Video wurde rasch wieder offline genommen. Allerdings folgt der Clip einem ähnlichen KI-Produkt Ben-Gvirs, das einen zuvor dicken und dann ausgehungerten und wehklagenden Palästinenser in Häftlingsmontur zeigt (Link).
 

Andreas Mink