Iran-Krieg 02. Sep 2026

«Burgen-Brecher» bringen neue Gefahren für US-Militär

Eine Aufnahme der Einweihung der «Kheibar Shekan» im Iran. 

Exklusiv-Bericht von «USA Today» über iranische Raketen-Entwicklung.  

Laut einem auf Experten-Interviews beruhenden Bericht von «USA Today» setzt der Iran seit Juli eine neue Generation ballistischer Raketen ein, die der amerikanischen Luftabwehr ausweichen und Ziele deutlich präziser treffen können, als bekannte Modelle. Dabei soll es sich um eine Weiterentwicklung der im Westen seit 2022 bekannten «Kheibar Shekan» («Burgen-Brecher») mit einer Reichweite von 1400 Kilometern und einem satellitengesteuerten, manövrierfähigen Gefechtskopf handeln. Die Kheibar seien zudem «hochmobil» auf motorisierten Plattformen, also schwer vor dem Start zu orten. 

Experten sehen darin einen «technologischen Sprung», der die zahlreichen US-Basen am Persischen Golf und in Jordanien verwundbarer mache. Implizit steigt damit auch die Bedrohung Israels. Iran hat die Entwicklung und den Einsatz der Burgen-Brecher ebenfalls als neue Errungenschaft propagiert. Laut dem Bericht nutzen die Raketen Technik aus China und Russland. Ob diese Verbündeten der Islamischen Republik direkt an der Entwicklung der Waffen beteiligt sind, bleibt ebenso unklar, wie deren aktuellen Anzahl und Produktions-Volumen.
 
US-Experten vermuten, dass iranische Behauptungen zutreffen, wonach die Kheibar bei den Angriffen vom 17. Juli auf den US-Luftwaffenstützpunkt Muwaffaq Salti im jordanischen Al-Azraq eingesetzt worden, bei denen drei US-Soldaten ums Leben kamen. Auch bei den Attacken gegen Muwaffaq Salti und die König-Hussein-Luftwaffenbasis vom Montag sollen Kheibar eingesetzt worden sein. Insgesamt haben iranische Angriffe mit Drohnen und Raketen an US-Basen deutlich grössere Zerstörungen angerichtet, als zunächst vom Pentagon und Trump eingeräumt.

Die Kheibar stellen laut dem Bericht keine katastrophale Bedrohung für das US-Militär und arabische Golfstaaten dar. Doch aufgrund der verbrauchten Abwehr-Arsenale könnten die Waffen der Islamischen Republik erlauben, weiterhin gegen die insgesamt materiell und technisch weit überlegenen Gegner im Feld zu bleiben «und nicht zu kapitulieren» (Link).

Andreas Mink