Deutschland – Kultur 24. Nov 2022

«Attentat. Stauffenberg»

Eröffnung der neuen Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Stuttgarter Alten Schloss.

Diese Woche eröffnet das Haus der Geschichte Baden-Württemberg (HdGBW) die Stauffenberg-Erinnerungsstätte im Stuttgarter Alten Schloss mit einem neuen, interaktiven Konzept. Im Zentrum der Ausstellung stehen das Leben des Hitler-Attentäters Claus Schenk Graf von Stauffenberg und der gescheiterte Umsturzversuch vom 20. Juli 1944. Anlässlich der Eröffnung erklärte HdGBW-Direktorin Paula Lutum-Lenger: «Wir möchten mit `Attentat.Stauffenberg´ erreichen, dass sich die Besuchenden auf viele Weisen in Beziehung setzen können zu den Inhalten der Ausstellung.» Darin stecke «ein neuer Typus Erinnerungsstätte, der das klassische Zeigen durch Suchen, Forschen, Entdecken und selbst Gestalten ergänzt.»

Wer war der Mann, der Adolf Hitler töten wollte, und warum ist er heute so umstritten? Wie verlief das Attentat? Wie sollte das NS-Regime beseitigt werden, und wer war am Umsturzversuch beteiligt? Wie verlief der 20.Juli 1944 an den Schaltstellen in Europa? Multimedial und neu inszeniert widmet sich die Stauffenberg-Erinnerungsstätte diesen Fragen. Das Haus der Geschichte hat sie binnen eineinhalb Jahren neu konzipiert und umgebaut. Die Ausstellung macht die Dramaturgie des Umsturzversuchs ebenso wie die Tragödie des Scheiterns und deren weitreichende Folgen erlebbar. Über einen interaktiven Multitouch-Medientisch können die Ereignisse am 20. Juli an verschiedenen Orten wie Berlin, Paris, Prag, Stuttgart und Wien nachvollzogen werden.

Die Bundesregierung verlieh dem Museum mit ihrer Förderung den Rang einer «national bedeutsamen Kultureinrichtung». Die Erinnerungsstätte ist im Alten Schloss in Stuttgart untergebracht. Dort wuchs Stauffenberg auf, als sein Vater Oberhofmarschall des württembergischen Königs war (Link).
 

Andreas Mink