Berlin 11. Sep 2026

Wege in eine andere Gegenwart

Wie könnte eine bessere Gegenwart aussehen? Anlässlich seines 25-jährigen Bestehens richtet das Jüdische Museum Berlin den Blick nach vorn. Die Ausstellung «Das Gegenteil von Jetzt. Künstlerische Wege in eine andere Gegenwart» versammelt zwölf Künstlerinnen und Künstler, die angesichts einer von Krisen geprägten Zeit nach Alternativen zum Bestehenden suchen. Dabei geht es um die Kraft des Einzelnen und der Gemeinschaft, sich gesellschaftliche Veränderung überhaupt vorstellen zu können. Einige der ausgestellten Arbeiten greifen auf jüdische Überlieferungen zurück, andere setzen sich mit Denkern wie Ernst Bloch oder Theodor Adorno auseinander, die in dunklen Zeiten an der Vorstellung einer besseren Gesellschaft festhielten. Vertreten sind unter anderem Yael Bartana, Andrea Büttner, Arnold Dreyblatt, William Forsythe, Alexander Kluge, Dor Zlekha Levy, Ari Benjamin Meyers, Alona Rodeh und Eran Schaerf. Ihre Arbeiten reichen von Film und Installation über Grafik bis zu interaktiven Formaten. Auch die Besucher sind eingeladen, eigene Vorstellungen einer anderen Gegenwart zu entwickeln. Dafür wurde die KI-gestützte Anwendung «M.O.O.N. – My Opposite of Now» geschaffen, die bei der Suche nach einem persönlichen «Gegenteil von Jetzt» hilft und daraus einen Text zum Mitnehmen erstellt.

Freitag, 4. September, bis Sonntag, 10. Januar 2027, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr,Jüdisches Museum Berlin, Lindenstrasse 9–14, Berlin.
www.jmberlin.de

 

Emily Langloh