In Israel sind binnen 12 Stunden fünf Menschen bei mutmasslichen Gewalttaten umgekommen, ein erneuter Höhepunkt in einer Welle tödlicher Gewalt im Land. Die Vorfälle – darunter Schusswechsel und mutmassliche Tötungsdelikte an verschiedenen Orten – werfen ein Schlaglicht auf die steigenden Mordraten. Die Polizei ermittelt in mehreren Fällen, in denen Menschen ohne erkennbaren unmittelbaren politischen Kontext ums Leben kamen. Details zu Tätern und Motivlagen standen zunächst noch aus. Der jüngste Zeitraum unterstreicht jedoch, wie stark die Gewaltkriminalität in Israel in den vergangenen Monaten zugenommen hat. Noch im Januar wurde über eine dramatische Zunahme tödlicher Gewalt im arabisch-israelischen Gemeinschaftsbereich berichtet: Innerhalb weniger Tage sind unter anderem in Städten im Negev, westlichen Galiläa und nahe Haifa mehrere Menschen durch Schusswaffen ums Leben gekommen, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Aktivisten und Experten machen eine Kombination aus organisierter Kriminalität, leichter Verfügbarkeit von Waffen, sozioökonomischen Problemen und einem Gefühl staatlicher Vernachlässigung vor allem in arabischen Gemeinden für die eskalierenden Gewaltzahlen verantwortlich. Dies habe laut Finanz- und Nachrichtenberichten zu einer der höchsten Mordraten in der jüngeren Geschichte geführt. Die israelische Öffentlichkeit reagierte mit Besorgnis auf die jüngsten Todesfälle, während Sicherheitskreise betonen, Präventions- und Ermittlungsmassnahmen zu verstärken. Hintergrund der Debatte ist auch die Kritik an der polizeilichen Präsenz in bestimmten Regionen und der Forderung nach mehr Ressourcen für die Bekämpfung von Clan- und Bandenkriminalität.
Tel Aviv
13. Feb 2026
Gewaltverbrechen stark gestiegen
Redaktion