Die Schweizer Botschaft in Israel hat vergangene Woche in Tel Aviv eine internationale Konferenz zur Dokumentation sexueller und geschlechtsspezifischer Gewalt im Zusammenhang mit Terrorismus veranstaltet. Unter dem Titel «From Chaos to Justice» diskutierten Fachleute aus Israel, der Schweiz, Deutschland und Nigeria sowie Vertreter des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC), wie Ersthelfer Beweise erkennen, dokumentieren und sichern können. Ausgangspunkt waren unter anderem die Erfahrungen nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023. Israelische Fachleute aus Opferhilfe, Justiz und Zivilgesellschaft berichteten über Herausforderungen bei der Dokumentation sexueller Gewalt. Auch Vertreter von Magen David Adom, Polizei und Armee brachten ihre Erfahrungen ein. Internationale Beispiele, darunter Verbrechen an Jesidinnen sowie Fälle aus Nigeria, sollten zeigen, welche Erkenntnisse sich auf unterschiedliche Kontexte übertragen lassen. Eröffnet wurde die gemeinsam mit dem israelischen Aussenministerium organisierte Konferenz von Botschafter Simon Geissbühler und Nina Ben Ami vom israelischen Aussenministerium. Ziel war insbesondere, praktische Instrumente für Ersthelfer zu entwickeln und damit die spätere strafrechtliche Aufarbeitung zu erleichtern. Ein entsprechendes Toolkit wird derzeit von UNODC mit Unterstützung der Schweiz, Israels und Deutschlands erarbeitet.
tel aviv
18. Sep 2026
Gegen Straflosigkeit
Redaktion