JD Vance legt bei Kritik nach.
Am Dienstag hat JD Vance an einem Forum in Los Angeles erklärt, die amerikanische Nahost-Politik dürfe nicht «dem Staat Israel untergeordnet» werden. Damit legt der US-Vizepräsident erneut mit Kritik an Israel nach, obwohl er jüngst an der Jahrestagung der Republican Jewish Coalition in Las Vegas das Bündnis beider Staaten bekräftigt und Antisemitismus als ein von «Fremden ins Land gebrachtes» Problem bezeichnet hatte.
Bei seinem Auftritt auf dem «All-In Summit» in Los Angeles betonte Vance zwar, Israel bleibe ein wichtiger Partner im Bereich Militärtechnologie und Nachrichtendienste. Die USA würden jedoch in Sicherheitsfragen nicht automatisch dem Kurs der israelischen Regierung folgen: «Wir werden mit anderen zusammenarbeiten, wenn wir zusammenarbeiten. Wir werden widersprechen, wenn wir anderer Meinung sind. Und wir werden die Interessen Amerikas verfolgen».
Vance hatte Israel bereits im Juni gewarnt, dass es nur noch wenige Freunde habe und sich gut überlegen solle, Washington vor den Kopf zu stossen. Am Dienstag lobte er zudem Trumps Bereitschaft, sich von Netanyahu zu distanzieren, wenn die Interessen Amerikas und Israels auseinandergingen: «Donald Trump ist der einzige Präsident der letzten 40 Jahre, der bereit war zu sagen:`Wisst ihr was? Ja, Bibi ist ein guter Partner, aber Bibi und ich sind hier unterschiedlicher Meinung´». Zudem schlage Trump stets einen Kurs zum Nutzen des amerikanischen Volkes ein. Vance verglich das Verhältnis zu Israel mit jenem zu Europäern und Kanada: die US-Politik dürfe auch nicht «der NATO untergeordnet» sein (Link).