München 10. Jul 2026

Weltpremiere für «Block 10»

Die Frauen im Mittelpunkt, mit der ganzen Härte, die der eliminatorische Judenhass erwirkt hat: Mit langem Applaus ist beim Filmfest München das Holocaust-Drama «Block 10» von Regisseur Marcus O. Rosenmüller uraufgeführt worden. Der Film erzählt die Geschichte jener jüdischen Frauen, die im sogenannten Block 10 des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz Opfer medizinischer Experimente und Zwangssterilisationen wurden. Grundlage des Drehbuchs von Produzentin Alice Brauner sind historische Dokumente und Zeugenaussagen. Für Brauner ist der Film ein persönliches Projekt. Ihr Vater, der Filmproduzent Artur Brauner, überlebte den Holocaust; zahlreiche Angehörige seiner Familie wurden ermordet. «Ich muss diesen Film in aller Härte machen», sagte Alice Brauner im Vorfeld der Weltpremiere. Das Schicksal der Opfer dürfe nicht in Vergessenheit geraten. Ebenfalls seien die Verbrechen der Zwangssterilisationen bis heute weit weniger bekannt als andere NS-Verbrechen. Im Zentrum des Films stehen die Frauen des Blocks 10 sowie der jüdische Häftlingsarzt Maximilian Samuel, der gezwungen wird, mit den SS-Ärzten zusammenzuarbeiten, um das Leben seiner Tochter zu retten. Die Hauptrollen spielen Christian Berkel, Johannes Zirner, Axel Prahl und Talia Dogan. Der Kinostart ist für den 5. November geplant.

Yves Kugelmann