Neue Kalkulation zu den Aufwendungen der USA für die erneut aufflammende Kampagne gegen die Islamische Republik.
Die unabhängige Recherche-Plattform «Popular Information» hat wiederholt solide Informationen über die Kosten der amerikanisch-israelischen «Militär-Operation» gegen Iran ermittelt – und damit Auskünfte der Trump-Regierung als zu gering enthüllt. Nun hat das Pentagon Ende Juni offiziell zusätzliche Mittel in Höhe von 88 Milliarden Dollar beim Kongress beantragt, davon 72 Milliarden Dollar für den Iran-Krieg. .
Doch diese Schätzung bezog sich jedoch nur auf die ersten 60 Tage des Krieges. «Popular Information» kalkuliert die amerikanischen Kosten für die ersten vier Monaten des Krieges auf über 103 Milliarden Dollar – eine Militärbudgets aller Länder bis auf drei übersteigende Summe. Dazu kommen laut der Recherche Mittel in noch unbekannter Höhe für die Behebung weitaus umfangreicherer Schäden an US-Militärstützpunkten durch iranische Angriffe, als bisher vom Pentagon bekannt gemacht. Weiter haben das Aussenministerium und das Heimatschutzministerium je rund zwei Milliarden für etwa für den Schutz von Diplomaten, Evakuierungen von Zivilisten oder Betriebskosten der Küstenwache gefordert, die im Iran-Krieg Aufgaben anderer Arme des US-Militärs wahrgenommen hat.
Die Recherche nennt zudem Zinsen auf die durch den Krieg weiter wachsende Staatsverschuldung und sonstige, «indirekte Kosten» wie die Veteranenversorgung und die durch Ölpreis-Schocks gesteigerte Inflation. Laut Berechnungen der Harvard-Ökonomin Linda Bilmes könnte das «gesamte Spektrum der Kriegskosten im kommenden Jahrzehnt die Marke von einer Billion Dollar übersteigen» (Link).