Steven Spielberg 06. Feb 2026

Gewinner

Mit dem Gewinn eines Grammys hat Steven Spielberg einen der exklusivsten Meilensteine der Kulturwelt erreicht: Als EGOT-Preisträger vereint er nun Emmy, Grammy, Oscar und Tony. Der Grammy wurde ihm in Los Angeles für «Music by John Williams» verliehen, eine Dokumentation, die Spielberg als Produzent begleitet hat und die das Lebenswerk seines langjährigen Weggefährten John Williams würdigt. Ausgezeichnet wurde der Film in der Kategorie «Bester Musikfilm». Spielberg gehört damit zu einem kleinen Kreis von weniger als 30 Persönlichkeiten, denen diese vier grossen Auszeichnungen gelungen sind. Zu ihnen zählen etwa Audrey Hepburn, Rita Moreno, Mel Brooks oder Elton John. In einer Stellungnahme sprach Spielberg von einer Ehrung, die ihm «die Welt bedeute», und betonte den kaum zu überschätzenden Einfluss von John Williams auf Musik und Kultur der vergangenen Jahrzehnte. Seine Oscar-Erfolge feierte Spielberg erstmals 1994 mit «Schindlers Liste», ausgezeichnet als bester Film und für die beste Regie. Ein weiterer Regie-Oscar folgte 1999 für «Der Soldat James Ryan». Insgesamt wurde er mehr als ein Dutzend Mal für den Academy Award nominiert. Seinen ersten Emmy gewann er 1996 für die Animationsserie «Animaniacs», weitere folgten für Produktionen wie «Band of Brothers – Wir waren wie Brüder». Der Tony kam 2022 für die Broadway-Produktion «A Strange Loop» hinzu. Über seine filmische Arbeit hinaus engagiert sich Spielberg seit Jahrzehnten für die Erinnerung an die Schoah. Mit der USC Shoah Foundation sammelt er Zeugnisse von Überlebenden weltweit. Der Grammy markiert nun nicht nur einen persönlichen Triumph, sondern rundet ein aussergewöhnliches kulturelles Lebenswerk ab.

Emily Langloh