Enthüllungen zu Investor Marc Rowan.
Die vom US-Justizministerium am Freitag publizierten Dokumente zu Jeffrey Epstein bringen auch den Investor Marc Rowan in die Schlagzeilen. Er hat wie Donald Trump die Wharton School an der University of Pennsylvania besucht und tritt dort demnächst planungsgemäss den Vorstand im Beirat ab. Trump hat den Milliardär zudem jüngst in sein «Board of Peace» berufen, das bei Gaza angefangen weltweit Frieden stiften soll.
Zudem pflegte Rowan laut nun bekannt gewordenen Dokumenten von 2013 bis 2016 Kontakt mit Epstein. Die E-Mails dazu thematisieren einen möglichen Kauf von Rowans Privatjet sowie Pläne für gemeinsame Frühstücke in Epsteins Wohnung. Epstein und Rowan haben auch telefoniert.
Rowan hat 1986 mit dem Wharton-Absolventen Joshua Harris und dem Investor Leon Black die Private-Equity-Firma Apollo Global Management gegründet. Die veröffentlichten Dokumente zeigen, dass Rowan, Harris und Black im Zusammenhang mit ihrer Arbeit bei Apollo mehrmals mit Epstein zusammentrafen.
Ein Sprecher von Rowan erklärte nun gegenüber dem «Daily Pennsylvanian», dieser habe Epstein gelegentlich Informationen im Zusammenhang mit dessen Steuerberatung für Black zur Verfügung gestellt. Rowan habe ansonsten weder eine geschäftliche noch eine andere Beziehung zu Epstein gehabt und Apollo habe nie Geschäfte mit Epstein gemacht. Rowan wird keine Beteiligung an Epsteins Verbrechen oder Fehlverhalten vorgeworfen.
Bemerkenswert bleibt, dass der Investor – wie so viele andere, prominente Männer – anscheinend keinerlei Bedenken bei Kontakten mit dem 2013 längst als Sexualstraftäter bekannten Epstein hatte. Dabei war dieser 2008 zu einer 18-monatigen Haftstrafe verurteilt worden, nachdem er sich in einem von Alan Dershowitz ausgehandelten Abkommen mit der Staatsanwaltschaft der Anstiftung zur Prostitution sowie der Anstiftung zur Prostitution Minderjähriger schuldig bekannt hatte (Link).