Jerusalem 08. Nov 2019

Emotionales Wiedersehen

Zwei in Israel wohnende Holocaustüberlebende und die griechische Frau, die sie zusammen mit ihren Schwestern im Krieg gerettet hatte, fanden zum ersten Mal seit dem Ende des Weltkriegs im Jerusalemer Holocaust-Gedenk­zentrum Yad Vashem zu einem emotionalen Treffen zusammen. Das Geschwisterpaar Sarah Yanai (links) und Yossi Mor, ehemals Mordechai, (rechts) waren in Veria, einer kleinen Ortschaft mit einer 600-köpfigen jüdischen Gemeinde unweit von Thessaloniki, zur Welt gekommen. Melpomeni Dina Gianopoulos (Bildmitte) und ihre zwei jüngeren Schwestern sowie Mitglieder der Familie Axiopoukos versteckten und ernährten einen Teil der Familie Mordechai während des Krieges. Als das erste Versteck der Mordechais aufflog, nahmen die Gianopoulos-Schwestern sie bei sich auf und hielten sie in einem Raum ihrer Wohnung in Veria versteckt. Später halfen sie den Mordechais bei der Flucht ins Vermio-Gebirge, versahen sie aber bis Kriegsende weiter mit Nahrungsmitteln. 1994 anerkannte «Yad Vashem» Dina Gianopoulos als Gerechte unter den Völkern; die Familie Axiopoulos war schon 1989 anerkannt worden. Die amerikanische Organisation «Jewish Foundation for the Righteous» half bei der Wiedervereinigung. Die Stiftung unterstützt jeden Monat über 265 betagte und bedürftige Retter in 18 Staaten. Zu den Überlebenden gesellten sich fast 40 ihrer Nachkommen hinzu, die heute sozusagen alle dank ihrer Retterin am Leben sind.
 

Redaktion