Reykjavik 17. Jul 2026

Dernière als Premiere

In Reykjavik ist erstmals ein jüdisches Zentrum eröffnet worden, das Beit Shvidler Jewish Center of Iceland, auch Schwidler House genannt. Mehr als 100 Gäste, darunter Rabbiner aus skandinavischen Ländern sowie Vertreter aus Politik und Diplomatie, nahmen am 7. Juli an der Eröffnungsfeier teil. Der dreistöckige, rund 840 Quadratmeter grosse Bau soll sowohl der kleinen jüdischen Gemeinde Islands als auch den jährlich Tausenden jüdischen Touristen dienen. Er umfasst einen Judaica- und Koscher-Laden, einen Veranstaltungssaal sowie Bildungs- und Kulturangebote. Zentraler Bestandteil ist die neue Dauerausstellung «Jewish Life in Iceland». Damit endet mehr als ein Jahrhundert ohne permanentes jüdisches Zentrum oder organisierte Synagoge im Land. Reykjavik war bislang die einzige europäische Hauptstadt ohne festen Rabbiner. Aufgebaut wurde das Zentrum von den seit 2018 in Island tätigen Chabad-Gesandten Rabbi Avraham Feldman und seiner Frau Mushky.

Redaktion