Zürich 29. Mai 2026

Anzeige gegen Beschneider

Rabbiner Moshe Friedman zeigt Beschneider an, die Wunden rituell mit dem Mund aussaugen. Die Zürcher Staatsanwaltschaft prüft die Anzeige nun auf eine mögliche Strafbarkeit wegen Körperverletzung. Der Verein prepuce.ch, der sich für körperliche und sexuelle Selbstbestimmung in Bezug auf Zirkumzision einsetzt, verurteilt die Praktik in einer Medienmitteilung und fordert die Behörden zum Handeln auf. Darüber hinaus verlangt der Verein eine «ehrliche, faktenbasierte und betroffenenzentrierte Debatte über Kinderrechte und genitale Selbstbestimmung». Co-Präsident Manasseh Seidenberg betont, dass nicht die Durchführungsweise, sondern die Beschneidung an sich problematisch sei: «Die Frage darf nicht lauten, wie ein irreversibler Zwangseingriff am Genital eines Kindes möglichst sauber durchgeführt wird. Die Frage muss lauten, warum dieser Eingriff ohne medizinische Notwendigkeit überhaupt vorgenommen wird, wie er verhindert werden kann und wie Betroffene echte Unterstützung erhalten.»

Uri Binnun