Neues Gesicht an der Spitze der Israelitischen Gemeinde Genf: Elie Bernheim folgt auf Roseline Cisier, die von der Gemeinde zur Ehrenpräsidentin ernannt wurde.
Elie Bernheim wurde am 26. Mai von der Generalversammlung zum neuen Präsidenten der Israelitischen Gemeinde Genf (CIG) gewählt. Er scheint für diese Aufgabe bestens gerüstet zu sein, da er als Mitglied des CIG-Vorstands seit sechs Jahren die scheidende Präsidentin Roseline Cisier mit «derselben gemeinsamen Vision» für ihre Gemeinschaft begleitet hat, wie diese selbst sagte. Mit ihm hat ein versierter Unternehmer die Leitung der CIG übernommen. Bernheim, Enkel des Uhrenunternehmers Raymond Weil, dem Gründer der gleichnamigen Uhrenmarke im Jahr 1976, ist zudem Romanautor, Musiker und diplomierter Cellist. Er ist zudem Mitglied des Vorstands der Coordination intercommunautaire contre l’antisémitisme et la diffamation (CICAD). «Seine tief in ihm verwurzelte jüdische Identität ist ein verlässlicher Kompass», so Roseline Cisier.
Letztere hat den Vorsitz der CIG nach elf Jahren im Vorstand, sechs davon als Vorsitzende, niedergelegt. Zahlreiche Mitglieder sowie ihre Kollegen im Vorstand sprachen ihre grosse Anerkennung für ihre geleistete Arbeit aus und ehrten sie mit tosendem Applaus. Sie wurde zudem zur Ehrenvorsitzenden ihrer Gemeinde gewählt.
Beeindruckende Bilanz
Die Bilanz von Roseline Cisier ist in der Tat beeindruckend. Während ihrer Amtszeit hat die CIG viele neue Aktivitäten entwickelt, insbesondere für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Sie und ihr Vorstand haben mehrere wichtige Übergänge begleitet, insbesondere im Bereich des Rabbinats, des Ganon, der Jugendarbeit und demnächst auch des Sozialdienstes. 2022 hat sie den Grossrabbiner Mikhaël Benadmon willkommen geheissen, der seither durch seine Gelehrsamkeit und seine Energie dieser Gemeinde neue Perspektiven eröffnet.
Ein weiterer Höhepunkt ist, dass Dominique El Bez das Amt des Generalsekretärs übernimmt. Bei der Generalversammlung stellte er seine Vision für die CIG vor. Er tritt die Nachfolge von Elias Frija an, der in den Ruhestand geht. Ein weiterer, angekündigter Abschied ist der von Evelyne Morali, einer prägenden Persönlichkeit der CIG: Sie wird 37 Jahre im Sozialdienst verbracht haben, davon etwa zehn Jahre in dessen Leitung.
Viel Bewegung
Die Amtszeit von Roseline Cisier war auch geprägt von der Erweiterung des Immobilienbestands, um die Einnahmen der CIG zu stärken. In diesem Zusammenhang wurde eine Reform der Beitragstabelle durchgeführt, um diese übersichtlicher und gerechter zu gestalten. Die Finanzlage ist nun solider, da das Betriebsergebnis positiv ist. Der Jahresabschluss wurde von der Generalversammlung genehmigt.
Neben dem Ausscheiden von Roseline Cisier verlassen auch Ron Appel und Fabrice Madar, beide seit acht Jahren Mitglieder des Vorstands, das Gremium. Neu gewählt wurden Neil Berdugo, der in dieses Gremium zurückkehrt, in dem er bereits zuvor tätig war, sowie Jessica Ghouzi und Cécile Lederman.