Bern 05. Aug 2026

Zuschlag für Holocaust-Denkmal vorläufig aufgehoben

Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat den am 4. August veröffentlichten Zuschlagsentscheid für den Wettbewerb zum geplanten «Schweizer Denkmal für die Opfer des Nationalsozialismus» bereits einen Tag später wieder widerrufen.

Wie aus einer Mitteilung auf der Beschaffungsplattform SIMAP hervorgeht, erfolgte der Widerruf ausschliesslich aus formalen Gründen: Die französische und die englische Übersetzung des Zuschlagsentscheids seien fehlerhaft gewesen.
Der Widerruf betrifft die Publikation des Vergabeentscheids, nicht jedoch den Wettbewerb selbst. Das EDA weist darauf hin, dass gegen die Verfügung innert 20 Tagen Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht erhoben werden kann.
Dem Wettbewerb war ein zweistufiges Verfahren vorausgegangen. Nach der Ausschreibung im Juli 2025 wurden im November desselben Jahres elf Teams für die zweite Wettbewerbsphase präqualifiziert. Mit dem nun widerrufenen Zuschlagsentscheid sollte der Sieger des Wettbewerbs für das geplante nationale Denkmal in der Stadt Bern bekannt gegeben werden.
Es ist davon auszugehen, dass das EDA den Zuschlagsentscheid nach Korrektur der fehlerhaften Übersetzungen erneut veröffentlichen wird. Bis dahin bleibt der Name des Gewinnerprojekts offiziell unveröffentlicht.
 

Redaktion