Ontario 22. Sep 2026

Schüsse vor Synagoge an Jom Kippur

Ein Polizist geht am 21. September an der Sons of Jacob Synagoge vorbei.  

Bei einer Schiesserei vor einer Synagoge in der kanadischen Provinz Ontario sind ein Polizist und ein mutmasslicher Angreifer schwer verletzt worden. Ein antisemitisches Motiv wird geprüft, ist bislang aber nicht bestätigt.

Der 29-jährige Mann soll am Sonntagabend vor der Sons of Jacob Synagogue in Belleville mit einer Schrotflinte das Feuer auf einen dort zum Schutz der Gemeinde eingesetzten Polizisten eröffnet haben. Der Beamte und ein später eintreffender Kollege schossen zurück. Der erste Polizist wurde schwer verletzt; sein Zustand gilt als kritisch, aber stabil. Der mutmassliche Täter schwebt in Lebensgefahr.
In der Synagoge befanden sich während des Jom-Kippur-Gottesdienstes rund zwei Dutzend Menschen. Sie blieben unverletzt. Nach Angaben des Gemeindepräsidenten schlugen mehrere Geschosse in das Gebäude ein. Die weiteren Gottesdienste wurden abgesagt.
Die Polizei untersucht das Motiv und einen möglichen Hasshintergrund. Kanadas Premierminister Mark Carney erklärte, jüdische Menschen müssten sicher und ohne Angst Gottesdienst feiern können. Mehrere Polizeibehörden in Ontario verstärkten vorsorglich ihre Präsenz vor Synagogen und anderen Gotteshäusern. 

Redaktion