Steven Spielberg zur Präsenz von Ausserirdischen
Bei einem Interview auf dem South by Southwest Film & TV Festival in Austin, Texas, wurde Steven Spielberg nach einer möglichen Präsenz von Ausserirdischen auf unsrem Planeten gefragt. Der 79-Jährige hat «eine sehr starke Vermutung, dass wir hier auf der Erde im Moment nicht allein sind – und genau darüber habe ich einen Film gemacht.» Dabei handelt es sich um «Disclosure Day», der am 12. Juni anlaufen sollen. Spielberg sprach einen Kommentar von Barack Obama an, der jüngst Wellen geschlagen hat. Demnach seien Ausserirdische «real». Sein erster Gedanke sei gewesen: «Oh mein Gott, das ist fantastisch für `Disclosure Day´!»
Aber grundsätzlich sollte «niemand jemals glauben, dass wir die einzige intelligente Zivilisation im gesamten Universum sind.» Er selbst habe jedoch noch nie ein UFO gesehen – wenngleich er sich dies sehnlichst wünsche. Schliesslich habe er die Filme «ET» und «Unheimliche Begegnung der dritten Art» gedreht: «Die Hälfte meiner Freunde hat schon UFOs … gesichtet. Wo bleibt da die Gerechtigkeit? Falls ihr da draussen zuhört …». Furcht vor Ausserirdischen habe er jedenfalls absolut keine.
Spielberg legte zudem einmal mehr leidenschaftliches Plädoyer für das Kinoerlebnis ab. Hollywood sollte mit endlosen Sequels aufhören: «dann erhalten wir alle eine echte Chance, etwas zu erleben, das kostbar ist…. Wir kennen einander nicht, … Wenn wir alle gemeinsam etwas ansehen, so geht doch von einer guten Geschichte stets ein kollektiver Impuls aus, der uns alle gleichzeitig und auf exakt dieselbe Weise erfasst.»
Netflix sei ein grossartiges Unternehmen für eine Zusammenarbeit: «doch das wahre Erlebnis entsteht erst dann, wenn es uns gelingt, eine Gemeinschaft dazu zu bewegen, sich an einem seltsamen, dunklen Ort zu versammeln … Das geschieht im Kino. Das geschieht bei Konzerten. Und es geschieht im Ballett und in der Oper!»
Daneben verriet Spielberg, dass er einen Western in Entwicklung habe und er gab preis, dass er sich «Lawrence von Arabien» noch immer jedes Jahr ansehe: «Das lässt mich demütig bleiben und erinnert mich: `Du wirst niemals so gut sein wie [Regisseur] David Lean.´» Kürzertreten will er jedenfalls keineswegs, im Gegenteil: «Ich möchte niemals aufhören» (Link).