Die «Launchpad» soll vor Alaska Rettungsrufe ignoriert haben.
Wie nun von Lokalmedien vermeldet, hat das kleine Kreuzfahrtschiff «Wilderness Legacy» im Südosten Alaskas an der Küste zwischen Petersburg und Juneau bereits am vergangenen Montagnacht ein sieben Meter langes Boot in Seenot unterstützt, dem der Treibstoff ausgegangen war. Passagiere des Kreuzfahrtschiffes haben das Ereignis auf sozialen Medien beschrieben. Der Vorgang war anscheinend eher Routine.
Ungewöhnlich sei gewesen, wer die Hilferufe ignoriert hat. Denn der Kapitän des Kreuzfahrtschiffes liess seine Passagiere anschliessend wissen, die Jacht «Launchpad» von Mark Zuckerberg sei beim ersten Notruf näher an dem gefährdeten Boot gewesen, habe aber den Funkruf ignoriert. Die Information hat angeblich einstimmige Buhrufe an Bord ausgelöst.
Aufnahmen nautischer Dienste in der Region zeigen, dass die 300 Millionen Dollar teure, 110 Meter lange «Launchpad» vor Farragut Bay die Fahrt zunächst fortsetzt, während die «Wilderness Legacy» um die «Launchpad» herum und an ihr vorbei läuft, bei dem Boot in Seenot stoppt und dieses dann in die geschützte Bucht schleppt.
Auf Social Media wurden sofort Vorwürfe gegen die Besatzung der Jacht laut, gegen internationale Abkommen verstossen zu haben. Diese schreiben vor, dass das nächstgelegene Schiff einem in Seenot geratenen Schiff Hilfe leistet. Nach Angaben der US-Küstenwache und der Marine Exchange of Alaska, die den Schiffsverkehr in Alaska überwacht, gab es jedoch keinen Notruf, sondern lediglich eine allgemeine Bitte um Hilfe.
Unklar bleibt aber auch, ob Mark Zuckerberg am Montagabend möglicherweise an Bord der «Launchpad» war. Die Jacht hat den Grossteil des Sommers im Südosten Alaskas verbracht (Link).