Aussagen eines Autors über den Investor und dessen Firma.
Leon Black kämpft weiter gegen Enthüllungen über seine langjährige, enge Beziehung zu dem wegen Sexualstraftaten an Minderjährigen verurteilten Jeffrey Epstein. Black ist Mitbegründer der Investment-Firma Apollo Global Management und gilt als mehrfacher Milliardär. Seinerzeit minderjährige Epstein-Opfer werfen ihm schwere sexuelle Misshandlungen vor.
Aufgrund der Anschuldigungen scheuen Institutionen angeblich vor der Annahme von Geldern aus seiner Familienstiftung zurück. Dies hat der Journalist William D. Cohan jüngst am New Yorker Kulturzentrum 92NY erklärt. Cohan legt mit «Money to Burn» ein Buch über Black und Apollo vor (Link): «Er hat eine Milliarde Dollar in seiner Stiftung, die er nur schwer verschenken kann, weil die Leute sie nicht haben wollen.» Grund seien Blacks Beziehungen zu Epstein.
Black hat zahlreiche jüdische Anliegen unterstützt, darunter die Einrichtung eines Lehrstuhls für Jüdische Studien an seiner Alma Mater, dem Dartmouth College, sowie Spenden an die UJA-Federation of New York, Birthright Israel, AIPAC und das Park Ave Synagogue Educational Center. Zudem hat er die verdienstreiche Biografie-Reihe «Jewish Lives» bei der Yale University Press finanziert.
Cohan war an dem Y-Event nach Blacks Beziehung zu dem Finanzier Michael Milken gefragt worden. Milken hatte sich in den 1990er Jahren wegen Wertpapierbetrugs schuldig bekannt, eine fast zweijährige Haftstrafe verbüsst und ein lebenslanges Verbot für den Wertpapierhandel erhalten. Milken ist indes in der öffentlichen Wahrnehmung weitgehend unbeschadet aus dem Skandal hervorgegangen. Cohan erklärte, er halt dies für problematisch: «Und Leon wurde nie wegen irgendetwas verurteilt und ist dennoch ein gesellschaftlicher Aussenseiter.»
Vor zwei Wochen hat das Repräsentantenhaus Strafmassnahmen gegen Black wegen Missachtung des Parlaments eingeleitet, da er Vorladungen zur Untersuchung des Falls Epstein nicht Folge geleistet hatte (Link).