Auf einem von der jüdischen Gemeinde der Stadt zur Verfügung gestellten Foto waren zerbrochene Namensplatten aus Stein und beschädigte Einfassungen mehrerer Grabstellen zu sehen. Niemand bekannte sich zunächst zu der Tat, die am Samstag bemerkt worden sei.
Das israelische Aussenministerium warf der spanischen Regierung vor, die «abscheuliche Tat» sei Folge «der antiisraelischen Kampagne der Regierung Sánchez». Antisemitismus dürfe niemals normalisiert werden und müsse in der gesamten Gesellschaft entschieden zurückgewiesen werden.
Barcelonas Bürgermeister Jaume Collboni verurteilte die Schändung. «Hass hat in einem pluralistischen respektvollen Barcelona keinen Platz», sagte er. Er sicherte der jüdischen Gemeinde seine Unterstützung zu und betonte, der Stadtrat arbeite daran, die Verantwortlichen zu ermitteln, wie die Nachrichtenagentur Europa Press meldete.
In Spanien war die Empörung über das harte Vorgehen der israelischen Armee im Gazastreifen mit mehr als 67.000 Toten gross. Das Land hat ein Waffenembargo gegen Israel verhängt und Einreiseverbote gegen ultrarechte Mitglieder der Regierung von Ministerpräsident Binyamin Netanyahu erlassen. Der linke Regierungschef Pedro Sánchez wirft Israel einen Völkermord im Gazastreifen vor.