VAE stellen Betrieb des Export-Terminals in Fujairah ein.
Ein X-Post des an der Oslo University lehrenden Nahost-Experten Francesco Sassi notiert einen Rückschlag für die Bemühungen Trumps, eine globale Krise bei der Öl-Versorgung abzuwenden. Iran hat die Strasse von Hormuz zumindest für Tanker mit «Verbindung zu den USA und Israel» gesperrt. Während der US-Präsident bei Staaten wie China, Deutschland oder Frankreich mit dem Drängen auf maritime Unterstützung zur Öffnung (oder Offenhaltung) der Meeresenge abblitzt, gewann der einzige «Umweg» von Hormuz über Land an strategischer Bedeutung.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) suchten einer Sperrung des Seewegs durch den Bau einer Pipeline von Habshan am Persischen Golf zu dem am Indischen Ozean liegenden Fujairah beizukommen. Doch laut Sassi hat der staatliche AE-Energiekonzern ADNOC die nationale Ölproduktion um mehr als die Hälfte gedrosselt. Grund ist die Einstellung des Betriebs am Öl-Terminal von Fujairah nach einem iranischen Drohnenangriff am Montagmorgen. Die Attacke löste einen Grossbrand im Industriegebiet des Hafens für Erdölwirtschaft aus.
ADNOC hatte den Betrieb von Fujairah bereits am Samstag vorübergehend eingestellt. Die VAE sind der drittgrößte Ölproduzent innerhalb der OPEC. Die nun erfolgte Drosselung der Liefermengen folgt einer drastischen Reduktion der irakischen Förderung um 70 Prozent. Das Land gerät zunehmend in den Sog des Iran-Krieges und ist der der zweitgrösste OPEC-Produzent.
Laut Sassi «wird die Lage an den Öl- und Gasmärkten zusehends schlechter. Sollte nicht kurzfristig eine Lösung für die Situation an der Strasse von Hormus gefunden werden, wird die Schockwelle dieser Produktionskürzungen jeden Winkel des globalen Energiemarktes erfassen» (Link).