Israel 19. Okt 2020

Studenten sorgen sich um ihre Zukunft

Die Covid-19-Pandemie schadet den Bildungsaussichten von Studenten. Die ergab eine Umfrage des TV-Senders N12.

Während die israelischen Universitäten nach dem Lockdown wieder geöffnet werden, zeigt eine neue Umfrage, dass 75 Prozent aller Studentinnen und Studenten durch das Coronavirus in ihrer Berufstätigkeit geschädigt wurden, wie der israelische TV-Sender N12 berichtete.
Die gleiche Umfrage, an der 10’000 Studierende teilgenommen haben, ergab auch, dass bei 90 Prozent die Möglichkeit einer Arbeitsausübung durch die Pandemie stark eingeschränkt wurde. 13 Prozent der Befragten waren gezwungen, ihre Wohnung infolge der Krise zu aufzugeben.
Etwa 24 Prozent der Studenten haben auch darüber nachgedacht, entweder ihr Studium zu beenden oder es zumindest auf Eis zu legen. Fünfundzwanzig Prozent von ihnen waren Charedi-Studenten und 52 Prozent derjenigen, die einen Abbruch des Studiums erwägen, sind Araber. Darüber hinaus haben 32 Prozent der Hochschulstudenten und 18 Prozent der Universitätsstudenten geantwortet, dass sie dies in Betracht ziehen würden.
«Eine neue soziale Plage bereitet sich im israelischen Hochschulwesen aus. Eine Plage, in der nur die Starken überleben», sagte der Vorsitzende der nationalen Studentenunion, Shlomi Ahiav.
«Auch wenn in diesem Jahr die Zahl der Menschen, die sich für eine akademische Ausbildung einschreiben, zugenommen hat, sollten man sich nicht täuschen. Die sozial schwachen Studenten, die von dieser Wirtschaftskrise betroffen sind, werden zurückgelassen und durch Studenten ersetzt, die Hilfe von ihren Eltern erhalten», fügte er hinzu.
«Die Daten aus dieser Umfrage sollten die Entscheidungsträger in der Regierung und im Hochschulwesen wachrütteln». Die Zukunft der jungen Menschen ist die Zukunft des ganzen Landes. Wenn wir ihnen jetzt den Rücken kehren, bedeutet das eine Abkehr von der Zukunft Israels», sagte er.

Redaktion