Gastgeber Omeed Malik gilt als Sponsor und Freund des Israel-kritischen Meinungsmachers Tucker Carlson.
Wie nun bekannt wird, hat der iranisch-amerikanische Investor in der vergangenen Woche an seinem Anwesen in den Hamptons auf Long Island eine Spendenveranstaltung mit Vizepräsident JD Vance ausgerichtet. Dies soll bei jüdischen Konservativen Unbehagen auslösen. Immerhin gilt Vance neben Aussenminister Marco Rubio 2028 als aussichtsreichster Kandidat für die US-Präsidentschaft 2028.
Malik ist ein wichtiger und langjähriger Unterstützer von Tucker Carlson. Der Meinungsmacher dürfte der Israel-Gegner mit der weitaus grössten Reichweite auf der amerikanischen Rechten sein – und ist gleichzeitig schon lange mit Vance befreundet. Dieser fiel ebenfalls durch – wenn auch verhaltenere Kritik – an der «unverbrüchlichen Freundschaft Amerikas mit Israel» auf. Vor einigen Wochen warf Vance Israel vor, durch Einflusskampagnen die öffentliche Meinung in den USA zum Iran-Konflikt zu «manipulieren». Der Anlass unterstreicht damit in den Augen von Unterstützern Israels, dass Vance nicht allein Verbindung zu Carlsons Netzwerk hält, sondern davon auch zumindest durch den Aufbau und die Pflege von Kontakten profitiert.
Carlson hat jüngst die Gründung einer dritten Partei angekündigt, nachdem er aufgrund des von Trump und Netanyahu Ende Februar begonnenen Krieges mit Iran öffentlich mit dem US-Präsidenten gebrochen hatte. An dem Anlass bei Malik soll auch Donald Trump Jr. teilgenommen haben, der mit Carlson und Vance befreundet ist. Malik ist Geschäftspartner von Trump Jr. bei der Investmentfirma «1789 Capital», die beträchtliche Mittel von Investoren aus Nahost eingeworben hat und Geschäfte mit der Qatar Investment Authority tätigt.
Dass Vance an dem Anlass fünf Millionen Dollar nicht für seine politische Karriere, sondern für die republikanische Parteizentrale in Washington (RNC) eingesammelt hat, scheint das Misstrauen gegen ihn nicht zu dämpfen (Link).