Graham Platner war im Herbst durch eine SS-Totenkopf-Tätowierung aus seiner Militärzeit ins Gerede gekommen.
Am Sonntag hat Graham Platner auf CNN Israel Völkermord vorgeworfen und die Einstellung sämtlicher Hilfszahlungen durch die USA gefordert. Zudem wies er Bedenken zurück, dass eine Beendigung des Krieges gegen den Iran die US-Streitkräfte in der Region gefährden würde: «Ich bin der festen Überzeugung, dass wir bei einer Nation, die einen Völkermord begeht, kein Geld investieren sollten.»
Stattdessen sollten die USA den aus der finanziellen Unterstützung Israels erwachsenden, «grossen Einfluss nutzen, um – offen gesagt – die israelische Regierung dazu zu bewegen, ihr derart abscheuliches Verhalten einzustellen.»
Platner tritt als Kandidat bei den demokratischen Vorwahlen für den Senat an und profiliert sich als links-populistischer Aussenseiter gegen das Partei-Establishment. Der 41-Jährige hat bei den US-Marines im Irak gedient und ist als Austernzüchter tätig. Er liegt bei Umfragen beharrlich vor der mehrfachen Gouverneurin Janet Mills. Die 78-Jährige wird von Fraktionsführer Chuck Schumer in Washington unterstützt. Platner wird von Linken wie Bernie Sanders unterstützt und von dem linken Jung-Star Morris Katz in New York City beraten, der bereits für Zohran Mamdani tätig war.
Platner kam im letzten Herbst durch eine Tätowierung auf der Brust aus seiner Militärzeit ins Gerede, die ein Totenkopf-Symbol der Waffen-SS zeigt. Platner hat zunächst abgestritten, die Bedeutung des Zeichens gekannt zu haben und erklärt, er werde das Tatoo entfernen oder überdecken lassen. Dies hat er anscheinend unterlassen, bekräftigt aber gleichzeitig seine Abscheu vor Nazis und Rassismus. Die Entscheidung über das Zeichen und seine Person will Platner den Wählern überlassen.
Platner sagte auf CNN, er habe die Realitäten des Krieges im Irak aus nächster Nähe erlebt – ein Krieg, der niemals hätte stattfinden dürfen: «Und nun finden wir uns hier in einem weiteren Krieg wieder, der ebenfalls nicht stattfinden sollte, der Zerstörung und Schrecken verursacht – und das alles auf Kosten der Steuerzahler.» Diese Mittel sollten in den USA ausgegeben werden: «für Schulen, für Krankenhäuser, für die Infrastruktur.»
Zudem habe Trump den Krieg begonnen, um von den Enthüllungen in den Epstein-Akten abzulenken. Und «Benjamin Netanyahu hat endlich einen Präsidenten gefunden, der naiv genug war, jenen Krieg vom Zaun zu brechen, auf den er bereits seit 30 Jahren hingearbeitet hatte» (Link).