Meldungen der «New York Times» und der «Jerusalem Post».
Laut der «New York Times» drängt der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman den US-Präsidenten, «die Iraner weiterhin hart zu treffen». Damit bleibe MBS dem Rat des verstorbenen Königs Abdullah (1924-2015) treu, der Washington angeblich wiederholt aufgefordert hatte, «der Schlange den Kopf abzuschlagen» – gemeint war die Islamische Republik.
Unterdessen diskutierten MBS und der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Zayed (MBZ) am Montag, ob die arabischen Golfstaaten trotz zunehmender Attacken der Iraner weiterhin eine direkte öffentliche Konfrontation mit Teheran vermeiden sollten. Die beiden Staatschefs bezeichneten «die Fortsetzung der ungerechtfertigten Angriffe Irans auf die Mitgliedsstaaten des Golfkooperationsrates (GKR)» als «gefährliche Eskalation, welche die Sicherheit und Stabilität der Region bedroht». Die GKR-Staaten würden ihre Bemühungen zur Verteidigung ihrer Hoheitsgebiete fortsetzen und alle verfügbaren Ressourcen bereitstellen, um die Sicherheit der Region zu unterstützen und die Stabilität zu wahren.
Die «Jerusalem Post» folgert daraus, dass «ein militärischer Vergeltungsschlag gegen den Iran trotz der mehr als 2000 Raketen und Drohnen, die vom Iran auf die Golfstaaten abgefeuert wurden, nach wie vor nicht in Sicht zu sein scheint». Angeblich befürchten die arabischen Staaten einen offenen, eskalierenden Schlagabtausch mit Iran – und präferieren entsprechende Operationen der Amerikaner. Dies trotz der gigantischen Waffen-Käufe gerade der Saudis und der VAE in den USA und anderen Staaten seit den 1970er Jahren (Link).