New York City 13. Aug 2026

Satmar-Rebbe springt Mamdani bei

Rabbiner  Zalman Leib Teitelbaum.

Energisches Plädoyer für den linken Bürgermeister und Israel-Kritiker.  

Während eine Runde prominenter Rabbiner am Montag Zohran Mamdani zu einer Wende bei seiner Kritik an Israel aufgefordert hatte (siehe topnews von gestern, Mittwoch), stellt sich Rabbiner Zalman Leib Teitelbaum als geistiges Oberhaupt der Satmar-Chassidim vor den New Yorker Bürgermeister. Der Rebbe warnt jüdische Gemeinschaften davor, Mamdani als Antisemiten zu brandmarken. Anlass der Erklärung war die «Jahrzeit» zum Todestag des Satmar-Gründers Rabbiners Joel Teitelbaum am 9. August.

Teitelbaum erklärte in seiner Rede vor der grössten, jährlichen Versammlungen der Satmar, «heimishe Yidden» (traditionell-religiöse Juden) würden durch die Hetze gegen den Bürgermeister «eine schreckliche Provokation gegenüber den Völkern» verüben. Er stellte zudem einmal mehr die antizionistische Haltung der Sekte klar: «Als ob die Provokation gegenüber den Völkern in Eretz Israel nicht schon genug wäre, trägt man sie nun auch hier in die USA.» Der Rebbe erinnerte an die Anweisung des Propheten Jeremiah an das jüdische Volk, den Frieden der Stadt zu suchen, in der sie leben, und dafür zu beten: «Wir müssen uns bewusst sein, dass wir uns im Exil befinden… Ein gläubiger Jude muss dem Weg der Thora folgen und das Dekret des Exils akzeptieren.»

Abschliessend rief Teitelbaum jüdische Familien auf, ihre Häuser vor Publikationen und Botschaften der zionistischen Ideologie zu bewahren (Link).

Mamdani pflegt seit Jahren Kontakte zu den Satmar und hat die Sekte jüngst erneut besucht. Eine weitere, gute Nachricht bescherte ihm gestern Mittwoch das Umfrage-Institut Siena. Demnach wird Mamdani als Bürgermeister nach über einem halben Jahr im Amt von 69 Prozent der Befragten in der City positiv bewertet (Link).

Andreas Mink