Iran-Krieg 12. Mär 2026

Rogan gegen Trump

Joe Rogan

Der populäre Podcast-Moderator bezeichnete den Iran-Krieg am Dienstag in seiner Sendung als «verrückt».  

Am Dienst ging Joe Rogan in seinem einflussreichen Podcast offen auf Konfrontationskurs mit Trump, den er im Wahlkampf 2024 noch lautstark und effizient mit Interviews unterstützt hatte. Der Moderator bezeichnete den Iran-Krieg als «verrückt». Amerikaner fühlten sich von Trump «verraten», denn er habe mit den Attacken auf Iran in radikaler Weise Wahlversprechen gebrochen: «Es ist einfach nur irre. Er hat mit dem Versprechen `Keine Kriege mehr´ Wahlkampf gemacht… Und jetzt haben wir einen Krieg, bei dem wir nicht einmal genau erklären können, warum wir ihn geführt haben.»

Allerdings rückt Rogan schon seit Monaten von Trump ab und hat im Dezember eine neue Gedenktafel im Weissen Haus unter einem Portrait-Foto von Ex-Präsident Biden mit den Zeilen «Sleepy Joe Biden was, by far, the worst President in American History» als «total verrückt» bezeichnet. Und im Januar erklärte Rogan, die Erschiessung von Renee Nicole Good durch einen ICE-Agenten in Minneapolis sei «absolut falsch». Zudem verglich er das harte Vorgehen der US-Einwanderungsbehörden dort mit den Aktionen der Gestapo im Nazi-Reich.

Rogans Kritik am Dienstag war jedoch deutlich härter. Er verglich den Krieg gegen Iran mit der US-Militäroperation im Januar zum Kidnapping des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro und sagte beides mache keinen Sinn. Aber Maduros Gefangennahme sei «zumindest sauber verlaufen».

Rogan hat damit den Finger am Puls der Nation. Laut Meinungsumfragen unterstützen nur ein Viertel bis zwei Fünftel der Amerikaner den Konflikt und der dadurch verursachte Anstieg der Benzinpreise um rund 20 Prozent auf durchschnittlich 3,58 Dollar pro Gallone (knapp vier Liter) setzt die Republikaner bereits unter Druck (https://www.nytimes.com/2026/03/11/us/politics/rogan-trump-iran-war.htmlhttps://www.nytimes.com/2026/03/11/us/politics/rogan-trump-iran-war.html).

Andreas Mink