Massive Investitionen auch von Trump; gleichwohl schwindende Chancen der Konservativen auch in traditionellen Hochburgen.
Laut einer Übersicht von «NBC News» überfluten die Republikaner vier Wochen vor den Midterms Rennen für Repräsentantenhaus und Senat mit einer beispiellosen Welle von Werbeausgaben. Partei-Organisationen haben seit Anfang September rund 700 Millionen Dollar allein in Kongress-Mandate gesteckt. Dazu dürften bis zum Wahltag am 3. November noch einmal vergleichbare Summen kommen.
Dabei sehen sich republikanische Strategen in Hochburgen wie Ohio und vor allem Texas zu massiven Interventionen gezwungen. Hier liegen schwache und im Falle von Ken Paxton in Texas obendrein durch Skandale belastete Senats-Kandidaten inzwischen deutlich in Umfragen zurück. So haben die Konservativen in Texas 150 Millionen Dollar gegen den jungen Demokraten James Talarico mobilisiert, der im letzten Monat nur 20 Millionen Dollar ausgeben konnte.
Die Demokraten haben in Texas seit über 30 Jahren keine Wahl für den US-Kongress (oder den Gouverneursposten) mehr gewonnen. Grosse Teile der Spendengelder in beiden Lagern kommen von mehr oder weniger offen agierenden «Politischen Aktions-Komitees» (Super PACs), die dank Verfassungsgerichts-Urteilen Geldquellen nur teilweise oder gar nicht offen legen müssen.
Die Senatswahlen in Ohio und Michigan zogen im September – neben anderen Spenden – insgesamt 75 Millionen Dollar aus derartigen Quellen an. Diese Mittel stammten vorwiegend von mit den Republikanern verbündeten Gruppen. Dahinter stehen unter anderen die Krypto-Branche und Trump nahestehende Super-PACs. Der Präsident hat seit seiner Rückkehr ins Weisse Haus Anfang 2025 unablässig Spenden gesammelt und dürfte über mehr als eine halbe Milliarde Dollar auch aus der Tech-Branche verfügen.
In Ohio haben Konservative im September rund 70 Millionen Dollar gegen den ex-Senator Sherrod Brown eingesetzt, der nur 20 Millionen Dollar ausgegeben hat. In Michigan liegt der Demokrat Abdul El-Sayed mit 27 gegen 48 Millionen Dollar hinter dem Republikaner Mike Rodgers zurück (Link).
Auch hier fallen Konservative indes bei Umfragen zurück (Link).