USA – Justiz 07. Okt 2026

Trump ordnet Hinrichtung von Major Nidal Malik Hasan an

Nidal Malik Hasan im Jahr 2009.

Der Massenmörder soll vor ein Erschiessungskommando gestellt werden.  

Gestern Dienstag hat Trump hat die Hinrichtung des Majors Nidal Malik Hasan durch ein Erschiessungskommando genehmigt. Der von Immigranten aus Palästina abstammende Offizier hatte 2009 an der texanischen Armee-Basis Fort Hood ein Massaker angerichtet. Das US-Militär hat seit 1961 keine Todesstrafe mehr vollstreckt. Die US-Army wird über Zeitpunkt und Ort der Hinrichtung entscheiden, so Pentagon-Sprecher Sean Parnell auf X: «Für Hasan ist nun endlich der Tag der Abrechnung gekommen».

Hasan war als Psychiater tätig und betrat am 5. November 2009 mit dem Ruf «Allahu Akbar» ein Gebäude, in dem sich Soldaten medizinischen Untersuchungen unterzogen. Er feuerte aus einer Pistole, die mit einem Laser-Visier ausgestattet war, erschoss 13 Menschen und verletzte mehr als 30 andere.

Er gab später an, er habe die Verlegung von Soldaten nach Afghanistan verhindern wollen, damit sie dort keine anderen Muslime töten würden. Hasan hat während des Prozesses gegen ihn kaum Anstrengungen zu seiner Verteidigung unternommen. Er bezeichnete sich selbst als einen Soldaten, der «die Seiten gewechselt» habe.

Trumps Genehmigung leitet eine Reihe von Verfahrensschritten zur Vollstreckung der Hinrichtung ein. Hasan stehen Rechtsmittel offen, die eine Vollstreckung über Jahre hinweg aufschieben könnten. Trump genehmigt die Hinrichtung nur wenige Tage nach dem unter skandalösen Umständen gescheiterten Versuch, Christa Pike in Tennessee für einen 31 Jahre zurückliegenden Mord als 18-Jährige durch eine Giftspritze hinzurichten.

Trump hatte die Vollstreckung der Todesstrafe auf Bundesebene während seiner ersten Amtszeit wieder aufgenommen, nachdem sie unter früheren Regierungen faktisch ausgesetzt war. Zwischen 2020 und Anfang 2021 liess die Bundesregierung 13 Menschen hinrichten. Trump gilt daher als US-Präsidenten mit den meisten Hinrichtungen seit mehr als 130 Jahren. Die misslungene Hinrichtung in Tennessee hat Trump nicht beeindruckt. Dies habe eine «interessante Situation» produziert. Denn «eigentlich» sollte diese Art von Hinrichtungen «nicht sehr schwierig sein» (Link).
 

Andreas Mink