Der Schweizer Jesuit und Judaist Christian Rutishauser ist mit der Buber-Rosenzweig-Medaille ausgezeichnet worden.
Der Preis würdigt seine langjährigen Verdienste um den christlich-jüdischen Dialog und wurde am Sonntag in Köln verliehen.
In der Laudatio hob der Berliner Theologe Christoph Markschies hervor, Rutishauser zeige, «wie man durch gute Theologie das Gewaltpotenzial reduziere» und entschlossen gegen Antisemitismus arbeite. Sein Engagement stehe für einen «praktisch gewordenen Dialog», der Theologie und Gespräch eng miteinander verbinde.
Die Buber-Rosenzweig-Medaille wird seit 1968 vom Deutschen Koordinierungsrat der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit vergeben. Sie ehrt Persönlichkeiten und Initiativen, die sich besonders um die Verständigung zwischen Christen und Juden verdient gemacht haben.
Rutishauser, Professor für Judaistik an der Universität Luzern, zählt zu den prägenden katholischen Stimmen im interreligiösen Dialog in Europa. Seit Jahrzehnten engagiert er sich in Forschung, Gremienarbeit und Begegnungsprojekten für den Austausch zwischen den Religionen.