Am Palmsonntag ist es in Jerusalem zu Spannungen zwischen christlichen Gläubigen und der israelischen Polizei gekommen. Sicherheitskräfte begrenzten den Zugang zur Altstadt, was international Kritik auslöste.
Die israelische Polizei hat am Palmsonntag den Zugang zur Jerusalemer Altstadt und insbesondere zu christlichen Stätten deutlich eingeschränkt. Zahlreiche Gläubige konnten laut Berichten nicht wie geplant an Prozessionen und Gottesdiensten teilnehmen, darunter auch Feierlichkeiten auf dem Ölberg und in der Grabeskirche.
Sicherheitskräfte begründeten die Maßnahmen mit der angespannten Sicherheitslage und verwiesen auf notwendige Kontrollen sowie Zugangsbeschränkungen. Augenzeugen berichteten jedoch von überfüllten Checkpoints und teils aggressivem Vorgehen der Polizei gegenüber Pilgern.
Kirchliche Vertreter kritisierten das Vorgehen scharf. Sie warfen den Behörden vor, die Religionsfreiheit zu beeinträchtigen und traditionelle Feiern zu behindern. Besonders betroffen gewesen seien lokale christliche Gemeinden sowie internationale Pilgergruppen.
Der Palmsonntag markiert den Beginn der Karwoche und gehört zu den wichtigsten Feiertagen im christlichen Kalender. Gerade in Jerusalem zieht er jedes Jahr tausende Gläubige an. Die jüngsten Einschränkungen werfen erneut ein Schlaglicht auf die Spannungen rund um religiöse Rechte und Sicherheitsinteressen in der Stadt.