USA – Zwischenwahlen 13. Okt 2026

Paxton kritisiert Trump

Ken Paxton

Brisante Enthüllung über den von Trump unterstützten Senats-Kandidaten für Texas.  

Anonyme Teilnehmer haben «Axios» Aufnahmen eines privaten Spender-Events mit Ken Paxton in Washington zugespielt. Dabei beklagt der republikanische Senats-Kandidat in Texas die Auswirkungen des von Trump lancierten Iran-Konflikts und der dadurch dramatisch gestiegenen Benzinpreise auf seine Chancen gegen den demokratischen Kongress-Abgeordneten James Talarico. Er selbst sei da machtlos, denn er habe «diese Entscheidungen nicht getroffen».

Der Generalstaatsanwalt von Texas liegt in der konservativen Hochburg hinter Talarico zurück (siehe separate Meldung). Insider wie der Wahlstratege Karl Rove führen dies jedoch auf Paxtons lange Geschichte von Korruptions-Skandalen und Affären zurück. In dem Audio-Mitschnitt antwortet Paxton auf die Frage eines Teilnehmers, welche Themen seine Kampagne erschweren: «Es sind nicht die Zölle. … Es ist der Krieg, es sind die Benzinpreise, es ist der Diesel.»

Bei Dieselpreisen über sechs Dollar pro Gallone «spüren die Leute den finanziellen Druck», so Paxton. Steigende Kraftstoffkosten würden «die Lebensmittelpreise und alles andere in die Höhe treiben.» Erschwingliche Lebenshaltungskosten seien «bei weitem unser grösstes Problem». Auf die Bemerkung, er könne «den Krieg nicht stoppen», reagiert Paxton: «Stimmt», er habe «keinen Einfluss auf die Benzinpreise» und er wisse auch nicht, was «hinter manchen Entscheidungen steckt», die in Washington – also von Trump – getroffen würden

In Texas haben die Demokraten seit den 1980er Jahren keine Senatswahlen mehr gewonnen. Paxton zählt seit Jahren zu Trumps treuesten Verbündeten und hat seine Kandidatur dem Präsidenten zu verdanken, der ihn im Vorwahlkampf gegen den amtierenden Senator John Cornyn unterstützt hat (Link).

Andreas Mink