Mehrere orthodoxe Juden sollen in den USA ohne amerikanische Staatsbürgerschaft gewählt haben und deshalb festgenommen worden sein.
Der Abgeordnete Avi Schnall aus New Jersey warnt Gemeindemitglieder mit einem Visum oder einer Green Card vor einer unzulässigen Stimmabgabe.
Nach Angaben Schnalls befinden sich mehrere Angehörige der orthodoxen Gemeinschaft in Haftzentren des Bundes. In einer Videobotschaft erklärte der Politiker, Beamte der Einwanderungsbehörde ICE oder des Grenzschutzes hätten die Betroffenen aufgegriffen, nachdem diese mutmasslich an Wahlen teilgenommen hatten, obwohl sie lediglich über ein Visum oder eine Green Card verfügten.
Schnall, der dem Parlament des Bundesstaates New Jersey angehört und zugleich als leitender Geschäftsführer der orthodoxen Dachorganisation Agudath Israel of America tätig ist, sprach von «unbeabsichtigten Fehlern». Die Betroffenen seien sich ihres Fehlverhaltens überhaupt nicht bewusst gewesen, sagte er. Er rief deshalb orthodoxe Juden ohne amerikanische Staatsbürgerschaft ausdrücklich dazu auf, nicht wählen zu gehen.
Wie viele Menschen betroffen sind, an welchen Wahlen sie teilgenommen haben sollen und wo die Festnahmen erfolgten, geht aus dem Bericht nicht hervor. Ebenso enthält er keine Stellungnahme der zuständigen Behörden. Die Angaben zu den Festnahmen und deren Hintergründen beruhen auf Schnalls Darstellung.