Weitere Mitarbeiter mit Hamas-Verbindungen identifiziert
Die US-Entwicklungsbehörde USAID hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf gefunden, dass vier weitere aktuelle oder ehemalige Mitarbeiter des UN-Hilfswerks UNRWA an den Angriffen vom 7. Oktober 2023 beteiligt gewesen sein sollen oder Verbindungen zur islamistischen Organisation Hamas haben.
Drei der Betroffenen seien als Lehrer bei UNRWA beschäftigt gewesen, eine weitere Person als Sozialarbeiter. Ihnen wird laut Bericht vorgeworfen, an Entführungen beteiligt gewesen zu sein oder Geiseln festgehalten zu haben, nachdem diese aus Südisrael verschleppt worden waren.
Die Fälle wurden an das US-Aussenministerium weitergeleitet. Dort könnte ein formelles Berufsverbot ausgesprochen werden, das eine Tätigkeit in von den USA finanzierten Hilfsorganisationen künftig ausschliesst.
Nach Angaben von USAID haben laufende Untersuchungen bislang insgesamt 21 Personen identifiziert, die entweder direkt an den Angriffen beteiligt gewesen sein sollen oder Verbindungen zu Hamas aufweisen. In einem Fall wurde bereits ein zehnjähriges, behördenübergreifendes Arbeitsverbot verhängt.
Israelische Vertreter kritisieren UNRWA seit längerem und werfen der Organisation vor, nicht ausreichend gegen eine Unterwanderung durch Hamas vorzugehen. Eine Stellungnahme von UNRWA lag zunächst nicht vor.