Jerusalem 22. Mär 2026

Netanyahus Forderungen an die internationale Gemeinschaft

Binyamin Netanyahu warnt vor dem Iran. 

Der israelische Ministerpräsident Binyamin Netanyahu hat weitere Länder dazu gedrängt, sich dem Kampf gegen den Iran anzuschliessen.   

«Sie haben eine interkontinentale ballistische Rakete auf Diego Garcia abgefeuert», sagte Netanyahu bei einem Besuch in der israelischen Wüstenstadt Arad, in der am Samstagabend eine iranische Rakete eingeschlagen und schwere Zerstörungen angerichtet hatte.
Der Iran hatte nach Angaben des Staatsfernsehens am Samstag zwei ballistische Raketen auf einen von Grossbritannien und den USA gemeinsam genutzten Militärstützpunkt auf der Insel Diego Garcia abgefeuert. Der Stützpunkt liegt etwa 4000 Kilometer südöstlich der iranischen Küste.
"Sie haben jetzt die Kapazität, tief nach Europa vorzudringen", sagte Netanyahu nach Angaben seines Büros. Der Iran habe schon europäische Länder wie Zypern angegriffen. Mit der Blockade der für den Welthandel wichtigen Strasse von Hormus versuche Teheran zudem, "die gesamte Welt zu erpressen".
Netanyahu fragte: "Welchen weiteren Beweis brauchen Sie noch, dass dieses Regime, das die ganze Welt bedroht, gestoppt werden muss?" Es sei an der Zeit, "dass die Staats- und Regierungschefs der übrigen Länder sich anschliessen", sagte Netanyahu, ohne dabei konkrete Staaten zu nennen. Einige bewegten sich bereits in diese Richtung, "aber es ist mehr nötig". Es gehe um die "Sicherheit der ganzen Welt", sagte der Regierungschef.
Bundeskanzler Friedrich Merz hatte vor knapp einer Woche eine deutsche militärische Beteiligung am Schutz von Öltankern in der Strasse von Hormus abgelehnt und den Kurs von US-Präsident Donald Trump kritisiert. Die Nato sei ein Verteidigungs- und kein Interventionsbündnis, sagte Merz in Berlin. Die USA und Israel hatten am 28. Februar Angriffe gegen den Iran begonnen. Teheran reagierte mit massiven Raketenangriffen auf Israel und andere Länder in der Region.
 

Redaktion