Jerusalem 26. Jul 2026

Netanyahu sieht Irans Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu soll sich am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump in Washington treffen.

Israels Ministerpräsident Binyamin Netanyahu sieht das iranische Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen.  

Ein grosser Teil der Anlagen sei zerstört, sagte er dem US-Sender Fox News. «Das bedeutet nicht, dass sie nicht versuchen können, das wieder aufzubauen, aber wir haben sie um mehrere Jahre zurückgeworfen.» Zudem habe man in den gemeinsamen Angriffen mit den USA 20 Atomwissenschaftler Irans ausgeschaltet.

Israel hatte im Juni 2025 zwölf Tage lang Krieg gegen den Iran geführt und mit den USA zentrale Atomanlagen bombardiert. Danach hatte Netanyahu zunächst von einer Zerstörung des Atomprogramms gesprochen. Wenig später war dann wie aktuell auch die Rede davon, dass das Atomprogramm Teherans um Jahre zurückgeworfen sei. Am 28. Februar begann der Iran-Krieg mit erneuten gemeinsamen Angriffen. Zuletzt eskalierte der Konflikt nach einer zwischenzeitigen Waffenruhe wieder.

Netanyahu trifft Trump
Netanyahu wird am Dienstag zu einem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington erwartet. An dem Tag wird in der US-Hauptstadt auch eine Trauerfeier für den gestorbenen Senator Lindsey Graham ausgerichtet, zu der Netanyahu ebenfalls gehen will. In seiner zweiten Amtszeit traf sich Trump schon mehrmals mit Netanyahu. Medien spekulierten in den vergangenen Monaten, ob sich das Verhältnis beider Männer verschlechtert haben könnte, weil Trump ihn im Verlauf des Kriegs mehrmals öffentlichzurückgepfiffen hatte.

Netanyahu sagte «Fox News», dass er beim Treffen mit Trump hören wolle, was der US-Präsident im Iran-Kontext vorhabe. In vielerlei Hinsicht liege die Entscheidung bei ihm, ergänzte Netanyahu, der Trump einen «guten Freund» nannte. Zugleich sprach er eine Warnung an den Iran aus. Sollte das Land direkt oder über Stellvertreter Israelangreifen, wäre das ein «schwerer Fehler». Israels Antwort würde sehr kraftvoll ausfallen.

Redaktion