Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad hat nach Angaben seines früheren Direktors Yossi Cohen offenbar mehrfach Zugang zur iranischen Atomanlage Fordo gehabt.
«Wir haben die Nuklearanlage in Fordo viele Male besichtigt, um sie zu verstehen», sagte Cohen am Dienstag auf einer Konferenz im nordisraelischen Safed. Wann die Besuche stattfanden und wer daran beteiligt war, liess er offen.
Fordo gehört zu den am stärksten gesicherten Anlagen des iranischen Atomprogramms. Die Urananreicherungsanlage liegt tief unter einem Berg südlich von Teheran und galt lange als besonders schwer militärisch zu zerstören. Cohen bezeichnete den amerikanischen Angriff auf Fordo während des zwölftägigen Kriegs zwischen Israel und Iran im Juni 2025 als «Erfüllung all meiner Träume». Bei den US-Angriffen waren auch die iranischen Nuklearanlagen in Natanz und Isfahan schwer beschädigt worden.
Die Äusserungen Cohens geben einen ungewöhnlichen Einblick in das Ausmass israelischer Geheimdienstoperationen innerhalb Irans. Der Mossad hatte bereits in der Vergangenheit mit spektakulären Operationen gegen das iranische Atomprogramm für Aufsehen gesorgt. Cohen machte jedoch keine näheren Angaben dazu, wie Mossad-Mitarbeiter oder Agenten Zugang zu Fordo erhalten haben sollen.