Sensationelle Enthüllung der «New York Times».
Bereits im März und Mai hatten «The Atlantic» und die «New York Times» vermeldet, dass die USA und Israel mit den Angriffen auf Iran am 28. Februar einen «Regime-Wechsel» der besonderen Art herbeiführen wollen: In einem dreistufigen Plan sollte der ex-Präsident Mahmud Ahmadinedschad als neuer Machthaber eingesetzt werden. Das Konzept sei von Israel entwickelt worden.
Nun legt die «Times» mit einer neuen Enthüllung nach. Demnach hat Ahmadinedschad bereits 2024 den damaligen Mossad-Chef David Barnea in Budapest am Rande einer Klima-Konferenz getroffen. Die Begegnung wurde auf israelische Anfragen vom Direktor der Ludovika-Universität in Budapest aufgegleist, dem Gastgeber der Konferenz (Link).
Ahmadinedschad soll momentan unter Aufsicht der Revolutions-Garden stehen. Bei den tagelangen Trauerfeierlichkeiten für den zu Kriegsbeginn von Israel liquidierten Geistigen Führer Irans, Ali Khamenei, wurde er umringt von Sicherheitskräften gesehen (Link).
Der von Washington unterstützte Mossad-Plan sah einen Luftangriff auf den Wohnsitz des berüchtigte Holocaust-Leugners und geschworenen Feindes Israels und der USA in Teheran vor. Der 69-Jährige wurde bereits seinerzeit von den Garden überwacht und war nach seiner von Unruhen gezeichneten Präsidentschaft 2005-2013 in Konflikte mit seinem ehemaligen Mentor Ajatollah Khamenei geraten. Ahmadinedschad wurde politisch an die Seite gedrückt und vom religiösen Wächterrat 2017, 2021 und 2024 von den Präsidentschaftswahlen ausgeschlossen.
Laut der Times war Ahmadinedschad angeblich bereit, mit Hilfe Israels und der USA zurück ans Ruder zu kommen. Zuvor sollten verheerende Luftangriffe und dann eine Invasion kurdischer Separatisten aus dem Irak das theokratische Regime beiseite fegen. Trump habe damit eine Wiederholung des Regime-Wechsels in Venezuela durch einen schlichten Austausch an der Spitze auch in Teheran für möglich gesehen.
Der israelisch-amerikanische Plan lief bekanntlich schief. Dafür flammt der Krieg erneut auf.