USA – Wahlen 05. Nov 2026

Mike Lawler gesteht Niederlage im Hudson Valley ein

Mike Lawler

Der Republikaner zieht in einem Bezirk mit grossen, orthodoxen Gemeinden den Kürzeren gegen die Militär-Veteranin Cait Conley.  

Bis in die Dienstagnacht hinein galt Mike Lawler als einer von ganz wenigen Republikanern, die sich in traditionell umkämpften Wahlkreisen wohl würden halten können. Doch kurz vor Mitternacht hat Lawler seine Niederlage gegen die Demokratin Cait Conley eingestanden. Den Ausschlag im 17. Kongressbezirk von New York State im Hudson Valley nördlich von New York City gab nicht zuletzt eine der grössten jüdischen Bevölkerungen landesweit. Diese stellen rund ein Fünftel des Wahlvolks im Bezirk, der die Landkreise Rockland und Putnam sowie Teile von Westchester und Dutchess County umfasst. Dabei handelt es sich primär um orthodoxe Gemeinschaften in eigenen Siedlungen wie New Square, die politisch eher konservativ sind.

Lawler hat den lang demokratischen Bezirk 2022 knapp gewonnen und war seither im Kongress stets eine entschiede, pro-israelische Stimme, was ihm Spenden der Republican Jewish Coalition und von AIPAC einbrachte. 

Als Militär-Veteranin und politische Novizin wurde Conley von der pro-israelischen «Democratic Majority for Israel» unterstützt, betonte aber im Einklang mit breiteren Trends in ihrer Partei, sie unterstütze Israel, stehe der Netanyahu-Regierung jedoch kritisch gegenüber. Sowohl Lawler als auch Conley suchten die Gegenpartei mit Extremisten in deren Lager in Verbindung zu bringen. 

Lawler hat Conley als Sympathisanten des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani attackiert, der ausserhalb der City unbeliebt ist. Conley hat sich indes deutlich von Mamdanis Kritik an Israel distanziert und Lawler als Marionette Trumps dargestellt. Dieses Argument hatte am Dienstag anscheinend höheres Gewicht (Link).

Andreas Mink